Konfirmation

die Konfirmierten 2007

Ja – mit Gottes Hilfe

Im Mittelpunkt der Konfirmation stehen das eigene “Ja” zur Taufe und der Zuspruch des Segens Gottes für den Lebensweg. Da die Taufe in der Regel im Säuglingsalter auf Wunsch der Eltern erfolgt, wird das persönliche Glaubensbekenntnis bei der Konfirmation nachgeholt. Das Wort “Confirmatio” bedeutet “Befestigung, Bekräftigung”. Und so fragen wir die Jugendlichen im Konfirmationsgottesdienst: “Wollt ihr durch eure Konfirmation heute eure Taufe bekräftigen?” Dann sprechen sie gemeinsam mit der ganzen Gemeinde das Glaubensbekenntnis. Anschließend treten sie in Gruppen vor den Altar. Jeder Konfirmand, jede Konfirmandin hat sich im Konfirmandenunterricht einen Bibelvers als Konfirmationsspruch ausgesucht. Der wird nun verlesen. Anschließend sprechen wir den Jugendlichen für ihren Lebensweg, für ihr Leben als Christen den Segen und Beistand Gottes zu: “Die Gnade Gottes begleite euch. Schutz und Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten.”
Die Jugendlichen gehören nun aus eigenem Willen zur Gemeinschaft der Christen und sie dürfen von nun an das kirchliche Patenamt übernehmen.
Es ist noch nicht lange her, da durfte man erst nach der Konfirmation zum Abendmahl gehen. In einer Prüfung mussten die Konfirmanden erst beweisen, dass sie die wichtigsten Inhalte des Glaubens kennen. Inzwischen dürfen in den meisten evangelischen Gemeinden und auch bei uns in der Deutschen Gemeinde auch Kinder am Abendmahl teilnehmen. Doch gehört nach wie vor die gemeinsame Feier des Abendmahls zum Konfirmationsgottesdienst.

Auf eigenen Wegen

Früher war mit der Konfirmation die Kindheit zu Ende und man war erwachsen. Heute ist dieser Übergang fließend geworden und für die Konfirmierten ändert sich wenig. Dagegen empfinden viele Eltern diese Zeit als einen Einschnitt in der Beziehung zu ihren Kindern. Diese Veränderung ist mit Hoffungen und Ängsten verbunden. Wie auch bei der Taufe können sich die Eltern bei der Konfirmation vergewissern: Gott begleitet mein Kind auf seinem Weg ins eigene Leben. Dabei übernimmt auch die Gemeinde Verantwortung für die Kinder.

das Konfirmandenwochende verbringen wir hier

Konfirmandenkurs und Taufunterricht

Was bedeutet die Taufe? Warum feiern wir Abendmahl? Wie bekennen wir unseren Glauben und wie beten wir? Warum feiern wir Gottesdienste und warum gerade so? Was für eine Gemeinschaft ist die Kirche? Was hat es eigentlich mit Jesus auf sich? Und wie kann ich mir Gott vorstellen? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns an unseren Konfitagen, die auf die Konfirmation vorbereiten sollen. Wir sprechen darüber, wir malen, basteln und singen. Und wir erleben Gemeinschaft. So gehört zu jedem Konfitag auch ein gemeinsam vorbereitetes Mittagessen. Im Januar fahren wir über ein Wochenende gemeinsam auf eine Hütte. Dort arbeiten wir an einem Thema, aber haben auch viel Zeit miteinander zu spielen, zu reden und zu feiern.
Wir laden auch alle ungetauften Jugendlichen ab 13 Jahren zu unseren Konfitagen ein. Da können sie gemeinsam mit Gleichaltrigen den christlichen Glauben und das Leben in der Gemeinde kennen lernen, und selbst entscheiden, ob sie sich taufen lassen möchten. Die Taufe findet dann im Konfirmationsgottesdienst statt.
Eine Konfirmandenprüfung gibt es nicht mehr. Doch stellen sich bei uns alle Konfirmanden kurz vor der Konfirmation in einem Gottesdienst der Gemeinde vor. Diesen Gottesdienst gestalten sie selbst. Die Teilnahme daran ist verpflichtend.

Anmeldung

Wer in der Deutschen Gemeinde konfirmiert werden will, meldet sich bis Mitte September dazu an. Wir treffen uns monatlich samstags zu Konfitagen im Gemeindehaus. So können auch Jugendliche aus anderen Städten am Unterricht teilnehmen. Kommen alle Konfirmanden aus dem engeren Osloer Raum, treffen wir uns zusätzlich an einigen Abenden.
Es wird erwartet, dass die Konfirmanden regelmäßig an Gottesdiensten teilnehmen.
Die Konfirmation feiern wir immer im Gemeindegottesdienst an Pfingstsonntag.

die Konfirmierten 2009

Veröffentlicht am 09.06.2009